17.12.2016

Das stört besonders

Tischmanieren

© Kaspars Grinvalds

Gute Tischmanieren werden bei einem Restaurantbesuch vorausgesetzt und demonstrieren Rücksichtnahme sowie Wertschätzung gegenüber allen Anwesenden. Neben dem Missachten klassischer Verhaltensregeln, fällt in unserer heutigen digitalen Gesellschaft besonders die Smartphonenutzung negativ auf. 

Gerade die Deutschen legen viel Wert auf Tischmanieren - und das vor allem bei sich selber (98 Prozent) und ihrem Gegenüber (96 Prozent). Das geht aus einer aktuellen Umfrage von OpenTable, einem Anbieter von kostenlosen Online-Reservierungen hervor, der mehr als 1000 Gäste dazu befragte.  

Während des Restaurantbesuchs billigt gut die Hälfte aller Gäste (52 Prozent) es, wenn der Tischpartner sein Smartphone auf dem Tisch liegen hat. Allerding empfinden es fast alle Befragten (97,5 Prozent) als unhöflich, wenn während des Restaurantbesuchs das Handy genutzt wird. Vor allem das Handyspielen ist 60 Prozent der Teilnehmer ein Dorn im Auge. Auch das Surfen im Internet (41 Prozent) und das Checken von Social-Media-Feeds am Esstisch (44 Prozent) stört. Smartphonefreie Restaurants umgehen diese Stimmungskiller und bieten ihren Gästen wieder das unplugged Restauranterlebnis.

Neben den digitalen Störfaktoren werden heutzutage immer noch klassische Tischmanieren geschätzt. So finden 20 Prozent der Befragten Schmatzgeräusche und 16 Prozent das Essen mit offenem Mund als besonders unangenehm. Die Wenigsten (Rund ein Prozent) stört hingegen, wenn der Tischnachbar das Besteck nicht richtig hält oder die Ellenbogen auf dem Tisch ablegt.

Unklarheiten herrschen derweil immer noch bei der Frage, welche Gerichte bzw. Speisen man mit den Händen essen darf. Den klassischen Burger würden über die Hälfte aller Befragten ohne Messer und Gabel essen. Aber auch bei weniger eindeutigen Speisen wie der Artischocke darf man getrost das Besteck zur Seite legen – auch in noblen Restaurants.

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