17.03.2020

Schnell wirkende Maßnahmen

Liquidität im Unternehmen selbst sichern

Die Bundesregierung hat ein umfassendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht (Schutzschild). Geld soll unbegrenzt zur Verfügung gestellt werden. Bundesfinanzminister Scholz spricht von der Bazooka und davon, dass „alle Waffen auf dem Tisch liegen“. Das ist gut, hilft wohl kurzfristig eher weniger. Sprechen Sie daher möglichst schnell mit ihrem Steuerberater und Ihrem Bankberater, um gemeinsame Lösungsweg zu entwickeln.

Das können Sie selbst tun:

  • Kostensenkung: Reduzieren Sie radikal alle nicht notwendigen Ausgaben. Halten Sie Ihr Pulver trocken. Denken Sie aber bitte daran, dass Ihre Geschäftspartner auch in der Krise sind. 
  • Solidarität: Wenn Ihre Kunden Aufträge stornieren, feste Vertragszahlungen aussetzen oder Sie Geld zurückzahlen sollen, suchen Sie gemeinsam solidarische Lösungen. Bieten Sie Ihren Kunden z. B. Gutscheine an, die sie später einlösen können. Die Kunden der ausgefallenen Literaturmesse lit.COLOGNE fordern z. B. größtenteils ihr Geld nicht zurück. Schülerinnen und Schüler zahlen ihre Lehrer und Trainer weiter. Sprechen Sie daher offen darüber!
  • Stundungen: Alle Unternehmen und Selbstständige sind nicht nur Lieferanten, sondern irgendwo auch Kunde. Sprechen Sie daher wiederum mit Ihren Lieferanten und Finanzierungspartnern über Stundungen und zeitliche Streckungen Ihrer Zahlungsverpflichtungen.
  • Vermögen liquidieren: Der Verkauf nicht betriebsnotwendiger Vermögenspositionen dürfte aktuell schwierig sein, da Märkte derzeit zusammenbrechen und sowohl Anbieter als auch Käufer fehlen. Bevor Sie Ihre Altersversorgung (z. B. Lebensversicherung) liquidieren, sprechen Sie offen mit Ihrer Bank. 

Dr. Michael Peschke

BPF Best Practice Forum GmbH

Bitte helfen Sie mit. Wenn Sie Ideen oder Best-Practice-Beispiele rund um die Corona-Krise im Mittelstand haben, senden Sie mir eine Mail (peschke@best-practice-forum.de). Bei einer Veröffentlichung nennen wir Ihren Namen.

Drucken