26.03.2020

Anträge dezentral online in den Ländern

Soforthilfe für Kleinstunternehmen

aktualisiert am 27.3., 15.00 Uhr | Die von der Bundesregierung zugesagten Zuschüsse von 9.000 -15.000 Euro für durch die Corona-Krise in Not geratene Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige können ab Freitag (27.3.) hier beantragt werden: NRW, Hessen, Baden-Württemberg.

Liquidität schnell sichern

Das können Sie aber bereits jetzt tun:

  • Stundung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen,
  • Tilgungsaussetzung von Darlehen,
  • Kurzarbeitergeld für Mitarbeiter,
  • Lösungen mit Kunden und Lieferanten vereinbaren,
  • Ausgaben minimieren,
  • Nicht notwendiges Vermögen liquidieren.

Zum Notfallprogramm für Kleinstunternehmen

Das Bundeskabinett hat in Abstimmung mit den Bundesländern das Notfallprogramm in Höhe von 50 Milliarden Euro für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige beschlossen. Bei Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern sind Zuschüsse von bis zu 9.000 Euro für drei Monate und bis zu 15.000 Euro bei Betrieben mit bis zu 15 Mitarbeitern möglich. Ein nicht ausgeschöpfter Zuschuss kann ggf. für zwei weitere Monate eingesetzt werden, falls der Vermieter die Miete um mindestens 20 Prozent reduziert. 

Viele Kleinunternehmen, Selbstständige und Freelancer sind von der Corona-Krise besonders hart betroffen. Umsätze fallen von jetzt auf gleich weg. Wirtschaftsverbände fordern daher bereits seit Tagen ein umfassendes Notprogramm für Kleinstfirmen und Solo-Selbstständige. Dazu gehören z. B. Künstler, Berater, Coaches, Heilpraktiker, Musiklehrer, Fotografen, Pfleger und Grafikdesigner. Diese Berufsgruppe hat in Deutschland eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Rund 5 Prozent der deutschen Erwerbstätigen sind nach Angaben von Destatis Selbstständige ohne Angestellte. Als Ich-AGs wurden sie vor vielen Jahren von der Arbeitsagentur gefördert. Nun stehen sie im Regen.

Dr. Michael Peschke

BPF Best Practice Forum GmbH

Bitte helfen Sie mit. Wenn Sie Ideen oder Best-Practice-Beispiele rund um die Corona-Krise im Mittelstand haben, senden Sie mir eine Mail (peschke@best-practice-forum.de). Bei einer Veröffentlichung nennen wir Ihren Namen.