28.03.2020

Web-Konferenzen von zuhause

Homeoffice in Corona-Zeiten

Die Corona-Krise legt schonungslos offen, wo es in Deutschland digitale Defizite gibt. Universitäten und Schulen sind größtenteils nicht in der Lage ihren Unterricht online zu organisieren. Stattdessen fallen wichtige Klausuren aus und wertvolle Zeit verstreicht ungenutzt. Dabei sind notwendige Web-Techniken und Kompetenzen bei der jungen Generation längst vorhanden. Es hapert an der digitalen Infrastruktur in den Schulen und Universitäten. Auch mit dem Willen und den Fähigkeiten des Lehrkörpers ist es meist nicht gut bestellt. Leerkörper wäre der bessere Begriff. Die Stanford University und Yale zeigen z. B., wie es heute geht.

Doch auch bei den Unternehmen sind nicht alle auf Homeoffice vorbereitet. Hektisch werden bei den Überraschten Rechner organisiert, Abläufe festgelegt und Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Manche Führungskräfte blockieren sogar noch bei erhöhter Ansteckungsgefahr das Arbeiten von zuhause. Die Belegschaft könnte sich ja auf die faule Haut legen. Aber selbst wenn die technische Infrastruktur steht, klappt Homeoffice nur, wenn Disziplin herrscht und Kommunikationsregeln eingehalten werden.

Unser Regionalpartner Frank Waible von ConnectingPeopleOnline aus Weinheim gibt dazu folgende Tipps.

Virtuelle Zusammenarbeit

  • Starten Sie in Besprechungen mit Small-Talk, ähnlich wie im Büro, wenn Sie zur Tür reinkommen und sich noch mit dem einen oder anderen Kollegen unterhalten. Online können Sie reihum (Teilnehmerliste von oben nach unten) gehen und jeder beantworte kurz dieselbe Frage. Was war das Skurrilste, dass ich in den letzten Tagen erlebt habe? Oder mehr geschäftlich zum Besprechungsthema passend: Was war im Projekt mein High-Light seit unserem letzten Telefonat?
  • Sprechen Sie jeden Teilnehmer im Telefonat mit Namen an. Da online der direkte Blickkontakt fehlt und nicht erkannt wird, wer gemeint ist.
  • Wenn es eine teils unbekannte Gruppe ist, nennen Sie immer vorab Ihren Namen, wenn Sie anfangen zu sprechen. Nicht jeder kennt Ihre Stimme.
  • Teilen Sie Ihr Video-Bild, es erzeugt mehr Verbindlichkeit und Zugehörigkeit bei allen Teilnehmern, egal ob Sie sich kennen.
  • Teilen Sie bei gemeinschaftlichen Arbeiten Ihren Bildschirm, z.B. beim Brain-Storming/Writing und schreiben Sie als Moderation z.B. in Word/One-Note für die Kollegen mit, so als ob Sie auf ein Flip-Chat schreiben.
  • Überlegen Sie, was Sie den Teilnehmern unterbewusst von Ihrem Zuhause zeigen. Welchen Hintergrund sollen/können die Teilnehmer sehen?
  • Sprechen Sie sequenziell nacheinander.

Gute Tools für Web-Konferenzen gibt es reichlich. Empfehlenswert ist z. B. zoom.us. Die Plattform wird auch gerne für Online-Vorlesungen (s. oben) genutzt. 

Frank Waible, unser Experte für digitale Kommunikation, bietet dazu 1 ½ stündige Kick-Start Online Sessions an, damit Teams trotz der momentanen Umstände produktiv und intakt bleiben und sich flexibel der neuen Situation anpassen können. Mehr dazu finden Sie unter: https://www.connectingpeopleonline.com/onlineseminare.

Dr. Michael Peschke

BPF Best Practice Forum GmbH

Bitte helfen Sie mit. Wenn Sie Ideen oder Best-Practice-Beispiele rund um die Corona-Krise im Mittelstand haben, senden Sie mir eine Mail (peschke@best-practice-forum.de). Bei einer Veröffentlichung nennen wir Ihren Namen.

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