23.04.2020

Neue Arbeitswelt in der Corona-Krise

Trend Homeoffice

Nach einer aktuellen repräsentativen Befragung eines großen Immobilienportals arbeiten in der Corona-Krise bereits 55 Prozent der rund 1.000 Befragten im Homeoffice, davon 30 Prozent das erste Mal (zur Befragung von Immowelt).

Weitere Studienergebnisse

  • Von den befragten Studienteilnehmern haben immerhin 42 Prozent ein geschlossenes Arbeitszimmer,
  • 33 Prozent haben eine Arbeitsplatzecke in der Wohnung (z. B. im Wohnzimmer),
  • 13 Prozent improvisieren am Küchen- und Esstisch,
  • 3 Prozent wechseln regelmäßig den Ort in der Wohnung und
  • 3 Prozent arbeiten vom Sofa aus.

Was Arbeitgeber tun können

  • Technik: Zunächst ist es wichtig, dass die technische Ausstattung mit Laptop, Internet, Telefon und sicherem Zugriff auf die Unternehmensdaten möglich ist. Immer mehr IT-Dienstleister bieten dazu Komplettdienstleistungen an, z. B. unserer Regionalpartner Leogis aus Bonn mit einem einfachen IT-Abo.
  • Videokonferenzen: Zur Gruppenkommunikation sind Videokonferenzen notwendig. Die US-amerikanische Plattform Zoom ist dafür mittlerweile angesagt, ist aber durch Datenschutzprobleme ins Gerede gekommen. Andere Plattformen wie Teams (Microsoft), Teamviewer oder GoToMeeting kosten Geld. Hier ein Überblick.
  • Büromöbel: Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch mit ergonomischen Homeoffice-Möbeln unterstützen. Denn auf Dauer führen schlechte Möbel zu gesundheitlichen Problemen. Unser Partner vitra. by storeR aus Dortmund bietet hierfür gute Lösungen.
  • Kommunikationsregeln: Homeoffice erfordert Disziplin, Tagesstruktur und Kommunikationsregeln, damit alles reibungslos klappt. Erfahrene Coaches, wie z. B. unser Partner ILAC aus Köln, bieten wertvolle Unterstützung.

Was passiert nach Corona?

Corona wird uns noch einige Zeit begleiten, aber hoffentlich nicht mehr lange. Gleichwohl wird die Büro- und Arbeitswelt nach der Krise anders aussehen. Das Digitale und Flexible erleben gerade den großen Durchbruch. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind auf den Geschmack gekommen. Durch Homeoffice gewinnen sie durch den Wegfall der Arbeitswege wertvolle Lebenszeit. Auch die Fahrtkosten sinken. Klar, es fehlt dem einen oder anderen der soziale Austausch und das Heimelige an manchen Büros. Vermutlich wird sich daher ein Mix durchsetzen, z. B. drei Tage Büro und zwei Tage Homeoffice.

Für Arbeitgeber ergeben sich durch Homeoffice und Videokonferenzen mittelfristig Kostenvorteile. Wenn die Büromitarbeiter z. B. nur zwei Drittel ihrer Arbeitszeit im Büro verbringen, ist Arbeitsplatzteilung möglich. Die notwendige Bürofläche wird kleiner. Der Markt für Gewerbeimmobilien wird daher wohl Dämpfer erhalten. Manche Unternehmen richten auch jetzt schon Co-Working-Arbeitsplätze in der Peripherie von Großstädten ein. Die sind schneller erreichbar. Die repräsentativen Glaspaläste in City-Zentrallagen könnten zu Relikten einer Präsenzepoche werden, so wie Fliegen übrigens auch. So wie man jetzt auch mit bequemen Klamotten in die Homeoffice-Videokonferenz gehen kann, wird es insgesamt lockerer und weniger rummelig werden.

Dr. Michael A. Peschke

Geschäftsführer | BPF Best Practice Forum GmbH