26.11.2018

Beliebtheit steigt

Airbnb in Deutschland

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Der Flat-Share Anbieter Airbnb beeinflusst den globalen Hotelmarkt und ist mittlerweile in 191 Ländern und über 81.000 Städten vertreten. So wächst auch in Deutschland die Fangemeinde, die Unterkünfte aus privater Hand wertschätzt. Wie viel Einfluss Airbnb in Deutschland wirklich besitzt, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. in einem Gutachten für das Bundeswirtschaftsministerium untersucht.

Airbnb zählt alleine in Amerika 660.000 und in Frankreich 485.000 Inserate (Stand: 2017). In Deutschland beläuft sich das Angebot mittlerweile auf 150.000 Unterkünfte (Stand: 2018) – im Vergleich zu 2017 ist die Anzahl der Inserate damit um 50 Prozent gestiegen.

70 Prozent der Deutschen entscheiden sich aufgrund des günstigeren Preises für Flat-Share Anbieter wie Airbnb (IW-Online-Umfrage 2017). Insbesondere Social-Media-affine Gäste wählen gerne Unterkünfte, in denen sie selbst kochen können und in einem lokalen Umfeld wohnen.

In Deutschland betrug der Marktanteil der Sharing-Anbieter an den gesamten Übernachtungen rund 9 Prozent (Stand: 2016). Jedoch ist Airbnb gerade bei ausländischen Gästen beliebt und besitzt dort einen Marktanteil von knapp 20 Prozent. Dies ist unter anderem auf die standardisierte und mehrsprachige Online-Buchungs-Plattform zurückzuführen. Alleine aus Amerika übernachteten im letzten Jahr 190.000 Gäste in Airbnb-Unterkünften in Deutschland gefolgt von Gästen aus Frankreich (145.000) und aus Großbritannien (140.000). 

Mit Blick auf den Wohnungsmarkt in Deutschland wird deutlich, dass Airbnb hierzulande noch keinen großen Einfluss auf die Wohnungssituation ausübt. Der Anteil der sog. ganzen Unterkünfte, die auf Airbnb buchbar sind, beträgt in den deutschen Großstädten gerade einmal nur zwischen 0,22 bis 0,59 Prozent (Stand: 2017), denn oftmals werden nur einzelne Zimmer vermietet.

Im Schnitt sind Airbnb-Inserate 28 Tage im Jahr belegt (2016). Gerade für Bewohner in gentrifizierten Innenstadtquartieren ist die Sharing-Plattform eine ideale Einnahmequelle, um den steigenden Mieten zu trotzen.

* Die Angaben beruhen auf Daten des IW (Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.) und statista.

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