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Stefanie Nowack, Wortformat, Schwerte

Professionelle Texte für die Unternehmenskommunikation

Stefanie Nowack, Wortformat, Schwerte, im Gespräch mit mittelstand-rhein-ruhr.de.

Frau Nowack, Sie haben Volks- und Betriebswirtschaft studiert und beschäftigen sich ihr ganzes Berufsleben lang mit „Worten“. Eine nicht ganz typische Karriere für eine Ökonomin, wie kam es dazu?

Auslöser war meine Diplomarbeit „Möglichkeiten und Grenzen des Direkt-Marketing für Kreditinstitute". Schon die Recherche – in Zeiten ohne Internet und E-Mail – war sehr mühevoll. Aber es hat sich gelohnt, denn 1987 habe ich vom Deutschen Dialogmarketing Verband (DDV) den Alfred Gerardi Gedächtnispreis dafür erhalten. Von der Uni gab es nur eine 2,7. Begründung: Sie sei nicht wissenschaftlich formuliert, sondern gut lesbar. Das war der eigentliche Anstoß für meine Berufswahl: Komplexe Sachverhalte, kurz und ehrlich so zu „beschreiben“, dass sie der nichtfachkundige Leser versteht.

Sie waren 25 Jahre bei verschiedenen Banken für die Unternehmenskommunikation verantwortlich. Was hat Sie dazu bewogen, sich selbständig zu machen?

Ich habe mich 25 Jahre über schlechte Texte geärgert. Wie häufig haben mir Agenturen teure Entwürfe mit vielen bunten Bildern, Blindtexten, aber ohne jeglichen Inhalt geliefert! Fast alle Texte habe ich selber schreiben müssen: für das Kundenmagazin, den Geschäftsbericht, die Webseite, Reden, Briefe, Pressemitteilungen, Newsletter etc. Vor sieben Jahren habe ich mich dann dazu entschlossen, mich mit der Textwerkstatt „Wortformat“ auf eigene Beine zu stellen.

Und was tun Sie für Ihre Kunden?

Ich helfe Ihnen, die richtigen Worte im Geschäftsleben zu finden. Dafür muss ich ihr Geschäft zuerst verstehen. Ich habe im Laufe meines Angestelltendaseins viele Branchen kennengelernt, kann Bilanzen lesen und darüber schreiben. Meine Kunden sind überwiegend mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer, für die ich Webseiten strukturiert fülle und pflege oder denen ich die Korrespondenz – auch mit schwierigen Kunden – abnehme. Ich helfe Marketing- und Internetagenturen, die mit meiner Unterstützung ihren Endkunden auch die inhaltliche Entwicklung und Erstellung einer Webseite samt Pflege und Blogs anbieten können oder Finanzdienstleistern, denen ich vom Geschäftsbericht über Pressemitteilungen und Blogs bis zum Newsletter sämtliche Texte liefere.

Ein Schwerter Unternehmer hat Sie – nachdem Sie ihre Kärtchen ausgetauscht hatten – gefragt „Sie texten, wer braucht denn das?“ Was haben Sie ihm geantwortet?

Ich habe ihn gefragt: Wieviel Geld er in die Entwicklung des Corporate Designs für seine Firma gesteckt hat. Und ihm dann erklärt, dass er damit zunächst nur seine Fassade poliert habe, was einem potentiellen Kunden keinerlei Mehrwert biete, denn ohne Text wisse der nicht, was sein Unternehmen überhaupt für ihn tun könne.

Für Sie ist sprachliche Disziplin das A und O erfolgreicher Kommunikation. Warum?

Dass das einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens konsequent einer Linie folgen muss, ist inzwischen selbstverständlich. So wie vor Jahren Überzeugungsarbeit für ein Corporate Design geleistet werden musste, so verhält es sich heute mit dem Corporate Wording. Zum Ausdruck von Unternehmenskompetenz wird in zunehmenden Maße eine griffige, eindeutige Sprache und deren Konstanz. 

Nehmen wir die tägliche Korrespondent, den Brief oder die E-Mail. Sie ist in vielen Fällen der erste Kontakt eines Kunden mit dem Unternehmen. Und der erste Eindruck ist nicht selten der Entscheidende. Jede Mail ist ein öffentlicher Auftritt. Sie trägt Ihren guten Namen, teilt Ihre Gedanken mit und steht stellvertretend für persönliche Gespräche.

Deshalb achte ich vor allem darauf, dass meine Kunden keine sprachlichen Fehler machen. In Zeiten von „copy und paste“, in denen der Wert der Sprache vielfach geringgeschätzt wird und sich manche einfach aus den Worten anderer alles zusammenklauen, bleiben nicht nur Grammatik, Orthographie oder der korrekte Umgang mit einer fremden Sprache auf der Strecke, schöne Wörter gehen verloren und häufig auch die sprachliche Disziplin. Jede Art der Kommunikation muss authentisch sein, in ganz normalen Worten. Wir müssen bei jeder E-Mail im Blick haben, dass die Öffentlichkeit sie irgendwann mitlesen kann. Jedes Dokument muss deshalb „leakable“ sein.

Mit Ihrer Geschäftsidee haben Sie eine Nische aufgetan?

„Wortformat“ füllt eine Lücke zwischen Unternehmen und Agenturen. Ich arbeite unabhängig, ohne Agenturbindung, fungiere für meine Kunden häufig als Schnittstelle und koordiniere für sie den gesamten Auftrag. 

Vielen Dank für das Gespräch Frau Nowack.

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