Wirtschaftsrückblick Juli 2016

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Der Juli 2016 war für das Hotel- und Gastgewerbe kein allzu erfolgreicher Monat. Die durchschnittliche Zimmerauslastung fiel europaweit um 0,4 Prozent auf 76,6 Prozent. Deutsche Hotels mussten sogar leicht höhere Verluste hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sankt der Wert hierzulande um 0,7 Prozent auf 72,5 Prozent. Dies geht aus der aktuelle Analyse von STR Global hervor.

Bei der durchschnittlichen Zimmerrate (ADR) haben Hotels in Deutschland gepunktet. Die Kennzahl stieg um 3 Prozent auf 92,92 Euro. Der Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPar) folgte diesem Trend und konnte um 2,3 Prozent auf 67,38 Euro zulegen. Im europaweitem Vergleich liegen die Werte deutscher Hotels jedoch noch deutlich unter dem Gesamtniveau, das sich bei durchschnittlich 118,80 Euro (ADR) und 91,17 Euro (RevPar) ansiedelt.

Die genannten Kennzahlen werden durch unterschiedlichste Faktoren beeinflusst, unter anderem ziehen immer wieder Großveranstaltungen wie beispielsweise Fußball- oder Tennisturniere dutzende potenzielle Gäste an und sorgen auf kurze oder lange Sicht für hohe Umsätze.

In Bezug auf den Umsatz verzeichnete das deutsche Gastgewerbe im Juli einen leichten Rückgang. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden real 1,1 Prozent weniger und nominal 1,1 Prozent mehr umgesetzt.
Die Beherbergungsunternehmen meldete einen leichten Rückgang von real 0,3 Prozent und einen nominalen Zuwachs von 1,7 Prozent. Gastronomen traf es mit einem realen Umsatzrückgang von 1,6 Prozent am härtesten. Nominal stieg der Umsatz um 0,7 Prozent.

Auf das komplette erste Halbjahr gesehen, machte das Gastgewerbe real 1,0 Prozent und nominal 3,0 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Jedoch fiel der Umsatz im Vergleich zum Juni im Juli real um 1,2 Prozent und nominal um 0,9 Prozent.

Alle prozentualen Angaben bezüglich der Umsatzänderungen stammen aus der Analyse des Statistischen Bundesamts.

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