Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit weitet ihre Kontrollen aus

Verstöße gegen das Mindestlohngesetz nehmen zu

© Artem

Die Nichteinhaltung des Mindestlohngesetzes ist für Behörden als auch Arbeitnehmer nach wie vor ein riesen Problem. Laut Aussage der Gewerkschaft NGG stieg die Zahl der Verstöße im Gastgewerbe in der ersten Jahreshälfte 2017 um 44 Prozent verglichen zum Vorjahreszeitraum.  

Ein entscheidender Faktor spielt dabei vor allem die verschärfte Kontrolle der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). Im Zeitraum von Januar bis Juli wurden im aktuellen Jahr 27.323 Betriebe kontrolliert, demgegenüber waren es im selben Zeitraum des vergangenen Jahres lediglich 19.564 Betriebe.

Der NGG begrüßt zwar die Verschärfung, bemängelt aber immer noch die Unterkapazitäten der FKS. Deutlich wird dies besonders vor dem Hintergrund, dass weiterhin weniger kontrolliert wird als vor der Einführung des Mindestlohns, trotz des Versprechens der Personalaufstockung um 1600 zusätzliche Kontrolleure.

Für Betriebe kann ein Nichteinhalten des Mindestlohngesetzes fatale Folgen haben. Neben einem Bußgeld in Höhe von bis zu einer halben Million Euro, haben betrogene Arbeitnehmer das Recht auf Nachzahlung der Lohndifferenz von bis zu drei Jahren.

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