06.05.2019

Wie sich Hotels aktiv für die Natur einsetzen können

Energieeffizienz

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 Die Presse ist voll mit Berichten zum Thema Klimaschutz. Auch viele Hoteliers und Gastronomen haben die Notwendigkeit erkannt, nachhaltig zu handeln, um die Umwelt zu schonen. 

Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil

Aktiver Umweltschutz senkt nicht nur die Kosten. Hoteliers und Restaurantbesitzer können mit aktivem Umweltschutz auch bei ihren Gästen punkten. Nachhaltigkeit ist derzeit ein Top-Thema. Grün ist in. Viele Gäste suchen mittlerweile bereits gezielt nach Hotels, die nachhaltig und klimaneutral sind. Spezielle Hotelkooperationen wie GreenLine Hotels, Green Pearls, Bio Hotels oder Klima Hotels haben sich klar dem Klima- und Umweltschutz verpflichtet.

Lösungen/Systeme

  • Hackschnitzelheizung: Sie kann die klassischen, fossilen Energieträger (z.B. Öl-Heizung) ersetzen. Das Heizen mit Holz ist langfristig nicht nur kostengünstiger, sondern weitgehend auch CO2-neutral und nachhaltig. Die Hackschnitzelheizung eignet sich besonders gut für größere Altbauten, Mehrfamilienhäuser oder Gebäudekomplexe.
  • Intelligente Hausleitsysteme: Mit ihnen werden Heizungen und Pumpen verbrauchsoptimal gesteuert. Somit lassen sich hohe Kosten einsparen. Die Systeme sind vor allem für Hotels und größere Gastronomiebetriebe interessant.
  • Blockheizkraftwerk: Mit Blockheizkraftwerken werden Strom und Wärme am Ort des Wärmeverbrauchs gewonnen. Sie haben den ökologischen Vorteil, dass die Abwärme der Stromerzeugung dazu genutzt wird, Warmwasser zu produzieren. Dieses Warmwasser kann in Wasserspeichern gespeichert werden, um in Spitzenlasten allen Gästen ein warmes Duschen zu ermöglichen. Auch für Hotels sind effiziente Blockheizkraftwerke interessant, wie das Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe eindrucksvoll belegt (siehe: https://www.schlosshotel-kassel.de/hotel/das-blockheizkraftwerk). 
  • Weitere Einsparmöglichkeiten: Vor allem Altbauten sind häufig isolierungsbedürftig. Mit neuen Fenstern, Dächern und/oder Fassadendämmung kann der Energieverbrauch spürbar reduziert werden. Eine einfache und kostengünstige Möglichkeit sind auch Leuchten mit Bewegungsmeldern. Wenn Sie zusätzlich Ihren CO2-Fußabdruck verringern möchten, dann beziehen Sie Ökostrom und kaufen verstärkt regionale Produkte.

Rechnet sich die Investition? 

Hoteliers und Gastronomen, die sich und der Umwelt etwas Gutes tun wollen, dürfen sich nicht zu schnell von den Anfangsinvestitionen abschrecken lassen. Sie erzielen die Ersparnisse über die vergleichsweise niedrigen Betriebskosten. Ein Energieberater kann Ihnen berechnen, wann sich die Investition amortisiert.  

Energiecontracting 

Um hohe Investitionskosten zu vermeiden, bietet sich sog. Contracting an. Contracting leitet sich aus dem englischen „Contract“ ab. Es bezeichnet einen speziellen Vertrag (contract) zwischen einem Energiedienstleister und einem Unternehmen, der über die normale Energielieferung hinausgeht. Der Energiedienstleister (Contractor) stellt die vertraglich vereinbarte Leistung zur Verfügung, z. B. Heizungsanlage und Wärme. Der Hotelier oder Gastronom zahlt dem Contractor dafür eine monatliche Vergütung. Die Verträge laufen in der Regel über zehn Jahre. Contracting ist dann sinnvoll, wenn die Anlagen veraltet sind und ohnehin ausgetauscht werden sollen. Einsparpotenziale von mindestens 15 Prozent sollten das Ziel sein.

Öffentliche Förderungen

Energieeffiziente Modernisierungsmaßnahmen können staatlich gefördert werden. Der Umfang hängt jedoch meist vom individuellen Fall ab, sodass eine professionelle Fördermittelberatung schnell Klarheit schafft.

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