19.08.2019

Digitale Services in Restaurants

Online-Reservierungen

In den USA gibt es bereits mitarbeiterlose Restaurants, wo sich Kunden ihr Essen per App bestellen und am Automaten ausgeben lassen. In Asien sind Roboter-Kellner unterwegs. Das ist zugegeben nicht Jedermanns Sache und eher nicht der deutsche Stil. Aber eine einfache Online-Reservierung über die Website eines Restaurants oder über ein Reservierungsportal sollte eigentlich selbstverständlich sein. Doch das ist es eher nicht. Das deutsche Gastgewerbe hinkt der Digitalisierung in vielen Bereichen hinterher. Dabei könnte eine Online-Reservierung auch die lästige No-Show-Rate senken.

Kanäle und Prozessoptimierung

Tischreservierungen in Restaurants sollten über alle denkbaren Kanäle möglich sein. Der klassische Weg ist die Reservierung über das Telefon in den Öffnungszeiten und der handschriftliche Reservierungseintrag in ein Buch. Das hat zweifellos etwas Persönliches, reicht aber im digitalen Zeitalter nicht mehr aus. Reservierungen sollten auch per E-Mail, SMS und Whatsapp sowie über spezielle Buchungstools auf der eigenen Website oder bei externen Dienstleistern wie Quandoo, Opentable und Bookatable möglich sein.

Voraussetzung dafür ist aber, dass die Technik und die dahinter stehenden Geschäftsprozesse sauber funktionieren. Bei Buchungen über Mail, Whatsapp und SMS kommt die Reservierungsanfrage ohne die Möglichkeit konkreter Platzbuchungen. Die Gastronomen müssen darauf schnell mit einer Antwort und Buchungsbestätigung reagieren und den gebuchten Tisch dann in der Zeit für Online-Tools sperren. Wenn Kellner und Inhaber Smartphone-gesteuerte Bestellsysteme nutzen, ist sichergestellt, dass auf Anfragen auch schnell reagiert werden kann.

Website-Reservierung

Einfacher und gebündelter ist es, wenn Tischreservierungen direkt auf der eigenen Website vorgenommen werden können. Dazu müsste ein aktueller Belegungsplan wie bei Zimmerbuchungen in Hotels vorgehalten werden. Bei Buchungen sind Namen, Kontaktdaten und Adresse zu hinterlegen. Möglich sein sollte auch ein nachträgliches Umbuchen und Stornieren. Das Internet wird heute bereits zu über 60 Prozent mobil vom Smartphone oder Tablet genutzt. Die Reservierung über die eigene Website muss daher zwingend mobil optimiert sein oder über eine App laufen. Die wichtigsten Content Management Systeme wie Joomla oder Typo3, also die Software hinter Ihrer Website, bieten dazu spezielle Erweiterungsprogramme (Extensions, Plugins). Fragen Sie am besten Ihre Webagentur. 

Reservierungsportale

Ein eigenes Website-Tool erfordert Zeit und Geld für Programmierung und Pflege. Relativ einfach ist es dagegen, die Services spezialisierter Anbieter wie Quandoo, Opentable und Bookatable zu nutzen. Diese Plattformen bieten professionelle und modern gestaltete Möglichkeiten der Online-Reservierung. Sie buchen den Service und können Ihr eigenes Tool nutzen und in Ihre Website integrieren. Zusätzlich profitieren Sie vom Online-Marketing dieser Plattformen. Wer noch keine Website hat, kann auch die darüber einfach erstellen.

Es gibt also schon praxisnahe Möglichkeiten für Restaurants, eine digitale Tischreservierung zu schaffen. Wichtig ist jedoch der Wille und eine Affinität zur digitalen Welt. 

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