Wohin sie gingen

Aushilfskräfte im Gastgewerbe

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In der Pandemie haben sich viele Aushilfskräfte in der Gastronomie und Hotellerie einen neuen Job gesucht. Nach der Rückkehr in den Normalbetrieb haben nun viele Betriebe aus dem Gastgewerbe das Problem, dass ihnen das nötige Personal fehlt. Das Personalservice-Unternehmen Zenjob hat nun untersucht, wie sich die Pandemie in den vergangenen zwei Jahren auf Nebenjobs ausgewirkt hat.   

Während der Pandemie gab es nicht nur im Gastgewerbe, sondern auch im Handel und in vielen anderen Branchen mächtig Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Jeder dritte Studierende hatte vor der Pandemie in der Gastronomie gearbeitet. Mit dem Lockdown verließen viele ihre Studienorte und zogen zu den Eltern zurück. Im Gastgewerbe fielen viele Aushilfsjobs weg, die jetzt wieder neu geschaffen und besetzt werden müssen. Derzeit sind noch viele Stellen unbesetzt, denn nach dem Lockdown arbeitet nur noch jeder zehnte Studierende in der Gastronomie und Hotellerie.   

Testzentrum statt Gastronomie

Vor allem der Liefersektor hat viele Aushilfskräfte regelrecht angezogen. Mit einfachen Bewerbungsverfahren, die kaum länger dauern als das Bestellen einer Pizza, wurden in kürzester Zeit viele neue Stellen in diesem boomenden Bereich besetzt. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Aushilfsjobs steht aber die Arbeit in einem Impf- oder Testzentrum. Impfhelfer verdienen im Schnitt 14,70 Euro pro Stunde – ein vergleichsweises gutes Gehalt, das den Druck auf andere Branchen erhöht.

Laut Zenjob wurden für Nebenjobs folgende durchschnittliche Stundenlöhne gezahlt:

Impfhelfer – 14,70 Euro
Büroaushilfe – 13,28 Euro
Fahrer – 13,20 Euro
Kellner – 12,90 Euro
Hostess/Promoter – 12,80 Euro
Kassierer – 12,70 Euro
Interviewer – 12,80 Euro
Kommissionierer – 12,10 Euro

Den Aushilfskräften geht es aber nicht nur um gute Bezahlung. Auch die Arbeitsbedingungen müssen stimmen und eine Vereinbarkeit von Studium, Job und Freizeit garantieren.

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