Tradition schlägt Moderne

Gut bürgerlich ist in!

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Wenn man sich nur in den Metropolen dieser Welt tummelt und Mainstream-Medien nutzt, hat man das Gefühl, dass sich die ganze Welt vegan ernährt, gendert und sich woken Problemen hingibt. Doch das ist ein Trugschluss. Die Mehrheit der Bevölkerung mag es klassisch und gut bürgerlich. Das Angebot muss nur gut gemacht sein und was fürs Geld bieten. 

Get woke go stroke

Dieser Spruch ist als Warnung gemeint. Wer sich als Unternehmer/in zu sehr auf die aktuellen Modethemen wie Gendern, vegane Ernährung, "Haltung gegen alles Mögliche zeigen" und Nachhaltigkeit einlässt, läuft Gefahr sein Geschäft zu schädigen. Denn das, was in Berlin, Hamburg & Co. in akademischen Kreisen angesagt ist und von Konzernen wie Coca Cola mit dem größten Plastikverbrauch der Welt durch Green-Washing-Werbung vorgetäuscht wird, muss nicht für Otto Normalverbraucher gelten. Die Mehrheit lehnt Gendern und das woke Gehabe einer medialen Elite ab und mag nach wie vor die klassische regionale und bodenständige Tradition. Man sieht es in diesen Tagen wieder sehr gut. Weihnachtsmärkte und gut bürgerliche Restaurants mit starken Marken in Städten wie Münster und Regionen wie das Sauerland sind brechend voll. Von Krise ist dort keine Spur zu finden.

Worauf es ankommt

Das traditionelle gut bürgerliche Restaurant ist nach wie vor gefragt, wenn es gut gemacht ist. Ein gutes Beispiel dafür ist das Restaurant Halde in Ulm-Gögglingen. Es wirbt mit dem Claim "gut bürgerlich, ehrlich, schwäbisch". Der passionierte Metzgermeister Simon Henle bietet in seinem im Grünen gelegenen Restaurant mit einem jungen und superfreundlichen Team das Kontrastprogramm zur veganen Küche. Es gibt dort Fleisch, reichlich, in guter Qualität und zu fairen Preisen. Doch auch Vegetarier kommen dort zum Zuge. Neben einem guten Preis-Leistungsverhältnis zeichnet sich das traditionelle gut bürgerliche Restaurant durch folgende Erfolgsmerkmale aus:

  • Regionale Küche: Die heimischen Produkte sind in. Gefragt sind regionale und saisonale Spezialitäten auf der Speisekarte, die selbst frisch zubereitet sind (kein Convenience). 
  • Wohlfühlatmosphäre: Weg vom kühlen Design hin zum wohligen Ambiente. Gemütlichkeit und geselliges Beisammensein stehen hoch im Kurs. Stammtische und große runde Tische sind wieder gefragt. Doch es darf auch nicht am nötigen Chic fehlen. Eine abgeranzte Einrichtung möchte heute keiner mehr haben.
  • Inhaberpräsenz: Das obige Beispiel "Halde" zeigt, dass gute gut bürgerliche Restaurants von der Präsenz starker Inhaberpersönlichkeiten leben. Sie sind Identifikationsfiguren und schaffen Nähe und Vertrauen, was sich dann meist auch in dem persönlichen Markennamen des Restaurants widerspiegelt. Diesen Vorteil bieten Kettenrestaurants wie Vapiano, Hans im Glück und TheASH nicht.
  • Service Exzellenz: Erfolgreiche gut bürgerliche Restaurants arbeiten seit vielen Jahren mit einem gut ausgebildeten Stammpersonal zusammen, das auch gut bezahlt ist. Das sorgt für Konstanz und guten Service. Das ständige Rein und Raus von schlecht bezahltem Personal findet man dort selten.

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