03.09.2017

Verantwortliche agieren vermehrt in organisierten Strukturen

Schwarzarbeit in Deutschland steigt weiter

© Bits and Splits

Jedes Jahr gehen dem deutschen Staat durch illegale Beschäftigung mehrere hundert Millionen Euro an Steuergeldern verloren. Obwohl die Kontrollen schäfer werden, nimmt die Schwarzarbeit weiter zu. Die Verantwortlichen agieren dabei laut Bundeswirtschaftsministerium vermehrt auf internationaler Ebene in organisierten Strukturen.  

Der steuerliche Schaden belief sich im vergangenen Jahr auf 875,6 Mio. Euro, was gegenüber 2015 einer Zunahme von 20 Mio. Euro entspricht. Gleichzeitig stiegen auch die Ermittlungserfolge der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls (FKS). So wurden im letzten Jahr 107.080 Verfahren (+2,2 Prozent im Vergleich zu 2015) erfolgreich abgeschlossen und Geldstrafen in Höhe von 82,8 Mio. Euro (+13,7 Prozent) verhängt. 

Besonders stark betroffene Branchen sind nach Angaben des Finanzministeriums vor allem das Bau-, das Gaststätten- und Beherbergungs-, das Speditions-, Transport- und Logistik- sowie das Gebäudereinigungsgewerbe.  

Optimierungen innerhalb der FSK und zwischen den an der Schwarzarbeitsbekämpfung beteiligten Behörden tragen maßgeblich zu den gestiegenen Ermittlungserfolgen bei und bringen zum Ausdruck, dass es durchaus möglich ist, die organisierten Strukturen aufzudecken und damit für mehr Fairness auf dem Arbeitsmarkt zusorgen.

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