26.04.2019

Steuerrecht aktuell

Sozialversicherungspflicht bei GmbH-Minderheitsgesellschaftern

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Die deutsche Rentenversicherung nimmt bei ihren regelmäßigen Prüfungen verstärkt die Sozialversicherungspflicht von geschäftsführenden Gesellschaftern unter die Lupe. Entscheidendes Kriterium für die Versicherungspflicht ist die Frage, inwieweit ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt. Das Bundessozialgericht hat festgestellt, dass ein Minderheitsgesellschafter grundsätzlich abhängig beschäftigt und sozialversicherungspflichtig ist. Ausnahmen gibt es nur, wenn er per Gesellschaftsvertrag über eine „echte“ Sperrminorität verfügt, die so weit gefasst ist, dass der Minderheitsgesellschafter Weisungen und Beschlüsse der Gesellschafterversammlung verhindern kann. Eine „unechte“ Sperrminorität, die auf bestimmte Sachverhalte begrenzt ist, reicht nicht aus. Ein Statusfeststellungsverfahren schafft Rechtssicherheit.    

Jobtickets, Firmenräder und E-Autos

Der Staat hat die Nutzung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln 2019 verbessert. Folgende Vergünstigungen gelten:

Jobtickets mussten bislang nur dann nicht als Arbeitslohn versteuert werden, wenn sie die Grenze von 44 Euro pro Monat nicht überschritten. Seit diesem Jahr können Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern kostenfrei Jobtickets zur Nutzung von Bus und Bahn zur Verfügung stellen, wenn die Überlassung im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses erfolgt und zusätzlich zum Arbeitslohn gewährt wird. Die 44-Euro-Grenze gilt nicht mehr.  

Arbeitnehmer dürfen Diensträder und Elektroräder steuerfrei privat nutzen, sofern die Räder nicht als KFZ eingestuft und nicht über der 25-km/h-Grenze liegen.  Andernfalls ist die private Nutzung wie ein Dienstwagen nach der 1-Prozent-Regelung oder nach der Fahrtenbuchmethode zu versteuern.

Wer ein E-Auto oder Hybridfahrzeug als Dienstwagen nutzt, muss für die private Nutzung nur 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat versteuern. Wer die Fahrtenbuchmethode wählt, der muss die Anschaffungskosten nur zur Hälfte einbeziehen. Das gilt aber nur, wenn die Elektro- und Hybridfahrzeuge zwischen dem 1.1.2019 und 31.12.2021 angeschafft werden.    

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