07.10.2019

Ausgangspunkt der Google-Optimierung

Keyword-Analyse

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Google ist mit einem Marktanteil von über 90 Prozent immer noch die führende Suchmaschine in Deutschland. Suchmaschinenoptimierung heißt daher im Prinzip Google-Optimierung. Ein Großteil der mutmaßlich über 200 Kriterien (Signale), die Google für die Bewertung und Platzierung von Internetseiten heranzieht, bezieht sich auf Texte. Das verwundert nicht, da die Suchprogramme (Crawler, Robots) von Google, die permanent Websites weltweit besuchen, nur HTML-Quelltexte lesen können. Ob eine Website professionell aussieht und ein schönes Design hat, spielt keine Rolle. Wenn Sie also bei Google zu bestimmten Suchbegriffen gefunden werden wollen, müssen diese Keywords auch in Ihren Texten nach bestimmten Regeln auftauchen. Auch die kostenpflichtigen Anzeigen Google Ads basieren auf Suchbegriffen. 

Sammeln von Keywords

  • Ihre erste Aufgabe beim Google-Marketing besteht darin, die für Ihr Geschäft relevanten Keywords herauszufinden. Bei Dienstleistern ist das häufig einfach. So wird ein Steuerberater aus Dortmund auf Begriffe wie „Steuerberater Dortmund“ oder „Steuerberatung Dortmund“ optimieren. In den einzelnen Leistungselementen kann es dann auch tiefer gehen, z. B. „Buchführung Dortmund“ oder „Wirtschaftsprüfung Dortmund“. Bei Produktherstellern oder Händlern mit einem großen Sortiment, die nicht nur regional agieren, ist die Aufgabe wesentlich komplexer.
  • Prüfen Sie Ihre Vorstellungen mit den realen Suchbegriffen Ihrer potenziellen Kunden. Manchmal verwenden Unternehmen einen Fachjargon, der nicht in die Sprachwelt der Nutzer passt. Google bietet hierfür mit dem Keyword Planer ein schönes Analyseinstrument, das Sie gratis über Ihr Google-Konto nutzen können.

Auswahl von Keywords

  • Nachdem Sie eine Liste möglicher Keywords selektiert haben, müssen Sie davon diejenigen aussuchen, auf die Sie Ihre Website-Texte optimieren möchten. Dabei gilt, dass Sie pro Seite auf nur maximal 2-3 Suchbegriffe optimieren. Je spitzer Sie Ihren Text zuschneiden, desto besser das Resultat. Ihre Startseite optimieren Sie auf das Ihr Geschäft oder Ihre Marke kennzeichnende Master-Keyword (z. B. „Steuerberater Dortmund“).
  • Die Auswahl der Keywords aus einem Set der Möglichkeiten erfolgt dabei nach zwei Kriterien: zum einen nach der Anzahl der Suchanfragen pro Monat; zum anderen nach der Wettbewerbsintensität auf den Google-Ergebnislisten im Hinblick auf diese Keywords. Beide Werte finden Sie im Google-Keyword-Planner. Je höher die Wettbewerbsintensität bei einem Keyword (gemessen in Cost per Klick im Google-Ads-Programm) ist, desto aufwändiger wird die Erreichung von Spitzenpositionen. Selbst wenn Ihr Text optimal formuliert ist, benötigen Sie z. B. noch einige gute Backlinks. Sie können Ihr Keyword-Set in einer 2x2-Matrix mit den beiden Achsen „Anzahl Suchanfragen“ und „Wettbewerbsintensität“ in den Ausprägungen „hoch“ und „niedrig“ visuell darstellen. Suchbegriffe mit vielen Suchanfragen und geringer Wettbewerbsintensität sind am besten.

Nischen-Keywords als Alternative

In vielen Branchen, wie z. B. Versicherungen, Immobilien oder Pharma, ist die Wettbewerbsintensität bei den Suchbegriffen hoch. Wenn Sie da punkten wollen, müssen Sie viel Geld in die Hand nehmen. Besser ist es dann, sich auf Nischen-Keywords (Longtail) zu konzentrieren. Statt „Versicherungen“ wählen Sie z. B. „Krankenversicherungen Hagen“. Auch 3-Wortkombinationen wie „Hotel Wellness Sauerland“ können sinnvoll sein.

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