18.11.2019

Arbeitgeber sollte Urlaub anordnen

Resturlaub

© PhotoSG - stock.adobe

Rechtzeitig zum Jahresende sollten Sie Ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, ihren Resturlaub zu nehmen. Denn der EuGH hat im vergangenen Jahr geurteilt, dass der Urlaub nicht automatisch am 31.12. bzw. 31.03. eines Jahres verfällt, nur weil der Arbeitnehmer ihn nicht beantragt hat.

Im Ergebnis bedeutet das: Der Arbeitgeber kann nicht mehr mit dem automatischen Verfall des Urlaubsanspruchs wegen des fehlenden Antrags rechnen. Er muss vielmehr den Arbeitnehmer unmissverständlich auf seine Pflicht hinweisen, zumindest den gesetzlichen Mindesturlaub von vier Wochen (20 Arbeitstage bei Fünf-Tage-Woche) innerhalb der Bezugsfristen 31.12. oder 31.3. bzw. vor dem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis zu nehmen. Das geschieht aus Nachweisgründen am besten schriftlich. Gleichzeitig muss der Arbeitnehmer auch tatsächlich in der Lage sein, den Urlaub anzutreten. Eine Bitte bzw. freundliche Erinnerung ist nicht ausreichend.

Tariflicher oder arbeitsvertraglicher Mehrurlaub ist von dem EuGH-Urteil nicht tangiert. Hier können eigene Verfalls- und Abgeltungsregeln vereinbart werden.

copyright hoga-professional.de

Drucken
b-ass.org newcomic