Steuervorteile für Autos und Fahrräder

Förderung von E-Mobilität

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Die Bundesregierung hat im Herbst 2019 das neue Klimaschutzprogramm 2030 auf den Weg gebracht. Ein Bestandteil davon ist die Förderung der privaten und betrieblichen Elektromobilität. Nutzer von E-Autos als Firmenwagen und E-Bikes als Jobfahrrad profitieren jetzt noch mehr.   

E-Autos als Firmenwagen

Im Rahmen des neuen Klimapaketes hat die Bundesregierung den Umweltbonus für reine E-Fahrzeuge von 4.000 auf 6.000 Euro und für Plug-in-Hybride von 3.000 auf 4.500 Euro heraufgesetzt. Der Nettolistenpreis darf dabei jedoch 40.000 Euro nicht übersteigen. Bei einem Nettolistenpreis von 40.000 bis 65.000 Euro erhöht sich der Umweltbonus auf 5.000 Euro für reine E-Autos und auf 3.750 Euro für Plug-in-Hybride. Der Umweltbonus wird wie bisher zu je 50 Prozent von den Herstellern und der Bundesregierung finanziert. Einige Bundesländer bieten zusätzliche Fördergelder, z. B. für private und betriebliche Ladestationen.

Hinzu kommen Steuervorteile: Reine E-Fahrzeuge, die bis zum 31.12.2020 erstmals zugelassen werden, sind zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Plug-in-Hybride profitieren nicht von diesem Steuervorteil. Dienstfahrzeuge, E-Autos und Plug-in-Hybride, werden pauschal nur mit 0,5 Prozent des Listenpreises versteuert (statt 1 Prozent). Auch müssen Arbeitnehmer das Laden von Elektroautos beim Arbeitgeber nicht als geldwerten Vorteil versteuern.

E-Bikes als Jobfahrrad

Auch die Nutzung von E-Bikes als Diensträder wird steuerlich gefördert. Mittlerweile bieten viele Unternehmen ihren Mitarbeitenden Fahrrad-Leasing an. Das ist nicht nur für die Umwelt gut, sondern auch für das Arbeitgeberimage. Es gibt zwei Varianten der Überlassung.

Per Gehaltsumwandlung: Das ist die häufigste Variante. Der Arbeitgeber schließt die Leasingverträge für E-Bikes ab. Wer ein Rad nutzt, beteiligt sich per Gehaltsumwandlung an den Leasingraten. Seit diesem Jahr ist die private Nutzung nur noch mit 0,25 statt 0,50 Prozent des Bruttolistenpreises zu versteuern. Das gilt für Fahrräder und Pedelecs bis 25 km/h, die seit dem 1.1.2019 überlassen werden. Wer sein Jobfahrrad vor dem 1.1.2019 bekommen hat, für den gilt die alte 1-Prozent-Regelung. Nach Ablauf der dreijährigen Leasingzeit können die Mitarbeitenden ihr genutztes E-Bike zum attraktiven Restwert (17 Prozent des Kaufpreises) übernehmen. Ein daraus resultierender Preisvorteil ist als geldwerter Vorteil zu versteuern.

Als Gehaltsextra: Stellt der Arbeitgeber das E-Bike seinem Arbeitnehmer zusätzlich zum Gehalt zur Verfügung, dann muss die private Nutzung nicht versteuert werden. Er fährt sein Jobfahrrad steuerfrei. Das gilt auch für Räder, die vor dem 1.1.2019 übernommen wurden. Arbeitgeber können die Kosten sieben Jahre lang abschreiben. 

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