Mindestlohn, KUG und Digitalisierung

Änderungen im Lohnbereich 2021

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In diesem Jahr gibt es viele Neuerungen im Lohnbereich. Eine Übersicht der wichtigsten Änderungen sehen Sie nachfolgend.

Mindestlohn

Die Grenze für den Mindestlohn wird in diesem Jahr zwei Mal angehoben. Ab dem 1. Januar 2021 gilt ein Mindestlohn von 9,50 Euro. Ab 1. Juli 2021 beträgt er 9,60 Euro. Der Mindestlohn gilt für alle volljährigen Arbeitnehmer. Es gibt aber auch Ausnahmen. So haben Langzeitarbeitslose erst sechs Monate nach Arbeitsaufnahme Anspruch auf Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns. Der Mindestlohn gilt auch nicht für Auszubildende, Pflichtpraktikanten und bei Praktika unter drei Monaten. Unabhängig von den gesetzlichen Regelungen haben sich diverse Branchenverbände auf höhere Mindestlöhne verständigt. So beträgt z. B. der Mindestlohn in der Gebäudereinigung 11,11 Euro pro Stunde, in der Abfallwirtschaft 10,25 Euro und im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung 10,15 Euro.   

Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

Um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern, hat die Bundesregierung den Bezug des Kurzarbeitergeldes bis Ende 2021 verlängert. Arbeitnehmer in Kurzarbeit erhalten bei einem Arbeitsausfall von über 50 Prozent ab dem vierten Monat 70 Prozent (Eltern 77 Prozent) und ab dem siebten Monat 80 Prozent (Eltern 88 Prozent) des ausfallenden Lohns.

Neue digitale Verfahren

Voraussicht zum 1.1.2022 wird die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) eingeführt. Arbeitgeber können diese dann direkt von der Krankenkasse digital empfangen.

Die AV-BEA ist ein weiteres neues Verfahren, das am 1.1.2022 starten soll. Arbeitgeber können darüber Arbeits- und Nebeneinkommensbescheinigungen elektronisch an die Bundesagentur für Arbeit übermitteln.

Ab 1.1.2023 soll die euBP, die elektronisch unterstützte Betriebsprüfung, an den Start gehen. Arbeitgeber übermitteln ihre Informationen dem Betriebsprüfer damit elektronisch. Die Deutsche Rentenversicherung kann ihre Betriebsprüfungen vor Ort verkürzen oder ganz darauf verzichten. 

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