Steuerrecht aktuell

Neue Sofortabschreibung für digitale Güter

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Zur Unterstützung der Wirtschaft und Förderung der Digitalisierung hat das Bundesfinanzministeriums (BMF) am 26.02.2021 entschieden, die gewöhnliche Nutzungsdauer für Computerhardware und Software auf ein Jahr zu senken. Das BMF hat klar beschrieben, für welche Güter die einjährige Nutzungsdauer gilt. Das dürften normale Desktop-Computer, Tablets, Notebooks, Drucker und Peripherie-Geräte sein. Auch Betriebs- und Softwareprogramme zur Dateneingabe und -verarbeitung fallen unter die neue Regelung. Bei den Geräten sind zum Teil spezielle Umweltanforderungen zu berücksichtigen, die die meisten Standardgeräte ohnehin schon erfüllen. Die neue Regelung gilt für Anschaffungen ab dem 1.1.2021. Restbuchwerte früher angeschaffter digitaler Wirtschaftsgüter können nach dem 31.12.2020 vollständig abgeschrieben werden. Bei der neuen Vorschrift handelt es sich um eine „Kann“-Vorschrift. Computerhardware und Software können auch wie bisher über drei Jahre abgeschrieben werden.

Schonfrist für alte Kassensysteme endet

Ursprünglich war der 30.09.2020 als Stichtag für die Umrüstung auf neue Kassensysteme vorgesehen. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen in der Corona-Krise haben die Finanzminister aus Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Hamburg ihren Unternehmen, Händlern und Gastwirten mehr Zeit für die Umrüstung gegeben. Die Frist wurde bis zum 31.03.2021 verlängert. Seit dem 01.04.2021 kennt das Finanzamt kein Pardon mehr. Unternehmen, die elektronische Kassen ohne eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) nutzen, sollten unverzüglich umstellen. 

Homeoffice-Pauschale

Die Corona-Pandemie hat viele Beschäftigte gezwungen, ihren Arbeitsplatz in die eigenen vier Wände zu verlegen. Um eine unbürokratische steuerliche Berücksichtigung der Heimarbeit zu ermöglichen, gibt es für die Jahre 2020 und 2021 eine Homeoffice-Pauschale. Pro Tag können 5 Euro, maximal 600 Euro, das entspricht 120 Tagen, als Werbungskosten angesetzt werden. Die Pauschale wird für die Tage gewährt, an denen im Homeoffice gearbeitet wurde. Fahrtkosten können für diese Tage nicht angesetzt werden. Die Homeoffice-Pauschale wird auf den Werbungskostenpauschbetrag angerechnet.

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