Möglichkeiten und finanzielle Förderung

Betriebliche Gesundheitsförderung

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Wer den Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter/innen für sich gewinnen will, der sollte als verantwortungsbewusster Arbeitgeber überzeugen. Gerade jetzt ist es wichtig, durch attraktive Arbeitgeberleistungen Mitarbeiter zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. Mit betrieblicher Gesundheitsförderung können Sie bei Ihren Mitarbeitern punkten. Gleichzeitig beteiligen Sie den Fiskus an den Kosten. 

Für Mitarbeiter bis 600 Euro/Jahr steuerfrei

Arbeitgeber können die Ausgaben für die betriebliche Gesundheitsförderung als Betriebsausgaben geltend machen. Für die Mitarbeiter sind sie als geldwerter Vorteil steuerfrei, soweit sie zusätzlich zum Arbeitslohn gezahlt werden und den Freibetrag von 600 Euro im Jahr nicht übersteigen. Darüber hinaus müssen die Maßnahmen bestimmte Qualitätskriterien erfüllen.

Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes

Dazu gehören Maßnahmen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes („Primärprävention“) wie Bewegungsprogramme (z. B. "Mit-dem-Rad-zur-Arbeit"), Informationen zur gesunden Ernährung, Kurse zur Suchtprävention (insbesondere Tabak und Alkohol) und Stressbewältigung, ohne dass diese auf spezielle betriebliche Belange eingehen. Auch Grippeschutzimpfungen gehören hierzu.

Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung

Das sind Angebote des Unternehmens in eigenen Einrichtungen oder bei eigens beauftragten Dienstleistern, die direkt auf einen gesundheitsförderlichen Arbeits- und Lebensstil der Mitarbeiter hinwirken sollen. Sie bauen betriebsbedingte Belastungen ab oder helfen dabei, sie zu vermeiden.

Nicht begünstigt sind reine Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen, Fitnessstudios oder ähnlichen Einrichtungen. Dafür kann zum Beispiel die steuerfreie Sachbezugsleistung bis 44 Euro/Monat eingesetzt werden.

Qualitätsanforderungen beachten

Es muss sich um zertifizierte Maßnahmen handeln. Steuerfrei sind nur Maßnahmen, die dem Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes entsprechen. Die Maßnahmen müssen auf einem wirksamen Konzept aufbauen und von qualifizierten Personen geleitet werden. Zielvorgabe ist es, die Teilnehmer zu befähigen und zu motivieren, das Gelernte selbstständig anzuwenden, fortzuführen und in den (betrieblichen) Alltag zu integrieren. Ein Sauna- oder Schwimmbadbesuch, so gesund er sein mag, kann deshalb vom Arbeitgeber nicht gefördert werden.

Betriebliche Gesundheitsförderung rechnet sich mehrfach

Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga), in der gesetzliche Krankenkassen und Unfallkassen zusammenarbeiten, um arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren vorzubeugen, hat mehrfach in ihren Studien herausgefunden, dass sich betriebliche Gesundheitsförderung für die Unternehmen lohnt. Im Schnitt führte ein aufgewendeter Euro zu einer Einsparung von 2,7 Euro.

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