12.02.2018

Handelsunternehmen profitieren von Gastronomieangeboten

Wettbewerb für traditionelle Gastronomen verdichtet sich

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Das Interessen von Einzelhandelsunternehmen an Gastronomiemöglichkeiten wächst stetig. Laut des EHI Retail Institutes belief sich alleine der Umsatz der Gastronomieangebote im letzten Jahr auf 9 Mrd. Euro. Für traditionelle Gastronomen geht mit dem Trend jedoch ein stärkerer Wettbewerb einher. 

Die Handelsgastronomie dient primär dem Ziel der Kundenfrequenzsteigerung. Synergieeffekte in Form von längeren Verweildauern der Kunden sowie der Aufwertung des Ambientes akzentuieren das hohe Potenzial von Gastronomieangeboten zusätzlich. 

Vor allem Lebensmitteleinzelhändler wissen die Vorteile einer Handelsgastronomie zu schätzen. Sie erzielten im vergangenen Jahr mit 25.000 Verkaufsstellen einen Gastronomieumsatz von 5,2 Mrd. Euro. Der Wert setzt sich aus den Teilumsätzen der Vorkassenzone (3 Mrd. Euro), To-Go-Convenience-Lebensmitteln (2 Mrd. Euro) und Handelsflächengastronomie (0,2 Mrd. Euro) zusammen.

Neben dem Lebensmitteleinzelhandel integrieren weitere Branchen die Gastronomie in ihr Geschäftsmodell. So setzten die 480 Shopping-Center in Deutschland knapp zwei Mrd. Euro gastronomisch um. Die 5.000 Tankstellen geben einen Umsatz mit Gastronomieangeboten von rund einer Mrd. Euro an. Für die 500 Möbelhäuser belief sich das Umsatzvolumen der integrierten Gastronomie auf etwa 400 Mrd. Euro. Die 150 Warenhäuser erzielten einen Umsatz von 240 Mrd. Euro. Der Vorteil eines gastronomischen Angebots durch Bäckereien, Cafés oder Schnellimbisse kommt auch den 1800 Baumärkten und Gartenfachmärkten zugute. Sie setzen 2017 rund 360 Mio. Euro mit dieser Sparte um.

Aufholbedarf besteht für den Buch- und Textilhandel. So erwirtschafteten die Buchhandlungen mit Gastronomieanschluss im vergangenen Jahr lediglich einen Umsatz von knapp fünf Mio. Euro. Im Textilhandel beläuft sich dieser Wert auf ca. 50 Mio. Euro. Die Branche verzeichnet 100 gastronomisch angebundene Standorte. 

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