Digitales Gastgewerbe

Künstliche Intelligenz & Co. auf dem Vormarsch

© Pexels, Pavel Danilyuk

Spätestens seit der Einführung von ChatGPT Anfang 2022 ist Künstliche Intelligenz ein Thema in der breiten Öffentlichkeit. Auch das Gastgewerbe kommt an KI-Investitionen nicht mehr vorbei. Die hohen Energiekosten, der Fachkräftemangel und der zunehmnde Wunsch der Gäste nach Schnelligkeit und Bequemlichkeit durch digitale Features zwingen Hotels und Restaurants geradezu zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

KI-Grundlagen

KI-Software basiert auf maschinellem Lernen. Sie erkennt Muster besser und schneller als Menschen, wenn sie entsprechend auf riesige Datenmengen (z. B. Texte, Sprache, Fotos) zurückgreifen kann und von Menschen trainiert wird. KI kann daraus auch Neues formen (z. B. Texte, Übersetzungen, Diagnosen, Programme etc.). GPT steht daher auch für „Generated“, „Pretrained“ und „Transformer“. KI-Programmierer nutzen Spezialsprachen wie Python. Fertige KI-Programmbausteine stehen auf Plattformen wie „Hugging Face“ zum Download zur Verfügung. KI kann z. B. in die Website, spezielle Software oder in Robotern eingebaut sein. 

KI im Gastgewerbe

Große Hotelketten und Ketten-Restaurants bauen gerade neue Bereiche für KI und Digitalisierung auf. Wir hatten hier kürzlich das Beispiel der Numa-Hotels gebracht. Kleinere Anbieter greifen auf externe Dienstleister zu. Die Einsatzgebiete sind z. B.:

  • Beratung: Chatbots übernehmen auf der Website von Hotels und Restaurants zunehmend die Beratung bei Reservierungen und Bestellungen. Stammgäste werden individuell beraten und gesondert behandelt. Website-Texte, News und Gerichte können durch KI erstellt werden.
  • Check-in: Auch das Ein- und Ausschecken erfolgt dann online. Daher werden Rezeptionen in Hotels und Restaurants bald der Vergangenheit angehören. KI-gestützte Gesichtserkennung oder andere biometrische Verfahren sorgen am Eingang für die Verifizierung der Gäste. Warteschlangen gehören dann der Vergangenheit an.
  • Küche: Kochroboter auf Basis von umprogrammierten Cobots (Roboterarme) übernehmen in der vollautomatisierten Küche das Regiment. KI, die den Verbrauch an Lebensmitteln prognostizieren kann, übernimmt den Einkauf. KI steuert auch die Lagerhaltung und sorgt für die richtigen Temperaturen. Durch Kameras können Gäste live beobachten, wie die Gerichte zubereitet werden.
  • Service: Roboter übernehmen in Restaurants zunehmend den Service. Aktuell laufen sie noch überwiegend mit, um das Personal zu entlasten. Doch das wird sich zukünftig ändern. Sie werden eigenständig Bestellungen entgegennehmen und die Gäste bedienen. In Asien sind bereits Roboter im Einsatz, die die Bestellungen selbst dann korrekt erfassen, wenn alle laut durcheinander sprechen.
  • Gebäudeservice: Auch die Reinigung der Zimmer und anderen Räume wird KI-gestützt automatisiert. Sensoren und Kameras erfassen den Reinigungsbedarf. Eine KI steuert dann die Reinigungsroboter, aber auch das Energie- und Kühlungsmanagement. 
  • Verwaltung: Routineaufgaben in der Sachbearbeitung in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Controlling, Einkauf, Kundenservice, Marketing und Vertrieb lassen sich bereits heute durch KI optimieren. 

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