Das ist gut genug – etwas Puffer für Formatierung ist sinnvoll. Hier die strukturierte Meldung:
Was das Finanzministerium plant
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat am 11. September 2026 ein Eckpunktepapier vorgelegt, das derzeit zwischen den Ministerien abgestimmt wird. Gastronomie, Geschäfte und Dienstleister sollen künftig neben Bargeld verpflichtend mindestens eine digitale Zahlungsoption anbieten. „Nur Barzahlung"-Schilder sollen verschwinden.
Welches Verfahren (Karte, Handy, Uhr) angeboten wird, entscheidet der Betrieb selbst. Verlangt wird nur mindestens ein europäisches Verfahren. Umsatzgrenzen oder Zusatzentgelte für Kunden sind nicht vorgesehen. Bargeld bleibt aber gesetzliches Zahlungsmittel. Die Umsetzung soll 2027 erfolgen, der Kabinettsbeschluss noch 2026. Ausnahmen sind für Amateursportvereine oder Wohltätigkeitsverbände geplant. Härtefallregeln werden geprüft.
Wahlfreiheit und Steuerkontrolle
Offiziell geht es der Politik um „echte Wahlfreiheit" – ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag von Union und SPD. Zugleich nennt das Ministerium explizit die „effektive Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Geldwäsche und sonstiger Finanzkriminalität". Denn digitale Zahlungen hinterlassen Spuren beim Geldausgeben.
DEHOGA: Kritik und Ruf nach Übergangsfristen
DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Jana Schimke betont, digitale Zahlungsoptionen seien in der Branche „längst Standard". Kunden setzten sie voraus. Kritisch sieht sie die Gebührenstruktur: Transaktionskosten bemessen sich prozentual am Zahlbetrag und belasten kleine Summen wie Kaffee oder Bier überproportional. Schimke fordert daher ausreichende Übergangsregelungen, vor allem für kleine und mittelgroße Betriebe.
In einer früheren Stellungnahme verwies der Verband zudem auf mangelhafte digitale Infrastruktur auf dem Land, doppelte Kosten durch parallele Bar- und Kartensysteme sowie die Forderung nach wirksamer Cyberkriminalitäts-Bekämpfung und Förderung europäischer Zahlungslösungen, um Abhängigkeit von marktbeherrschenden Konzernen zu vermeiden.
Laut einer Mastercard-Erhebung bieten bereits rund 90 Prozent der Betriebe bargeldloses Bezahlen freiwillig an.


