Zukunftsforum 2026 - Perspektive Gastgewerbe

15.9.2026 in Düsseldorf | DEHOGA NRW

Einfach mal raus aus dem eigenen Betrieb

Am 15. September lädt der DEHOGA NRW zum Zukunftsforum 2026 nach Düsseldorf ein. Die Teilnahme ist gratis! Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Datensicherheit stehen ebenso auf dem Programm wie der Austausch unter Kolleginnen und Kollegen. Wir haben mit dem DEHOGA-Präsidenten Hans-Dietmar Wosberg darüber gesprochen, warum es sich lohnt, für einen Tag den eigenen Betrieb zu verlassen und neue Impulse mitzunehmen. 

HOGA Professional: Herr Wosberg, am 15. September findet in Düsseldorf das Zukunftsforum 2026 statt. Warum sollten sich Gastronomen und Hoteliers diesen Termin freihalten?

Hans-Dietmar Wosberg: Weil wir alle im Alltag viel zu wenig dazu kommen, einmal über den Tellerrand zu schauen. Im eigenen Betrieb gibt es immer genug zu tun. Personal, Einkauf, Gäste, Bürokratie, die nächste Rechnung. Und irgendwann macht man viele Dinge einfach so, wie man sie immer gemacht hat. Deshalb tut es gut, einen Tag rauszukommen, sich andere Lösungen anzusehen und mit Kollegen darüber zu sprechen, wie sie bestimmte Dinge angehen.

HOGA Professional: Also auch ein bisschen etwas gegen die berühmte Betriebsblindheit?

Wosberg: Ganz klar. Und das meine ich überhaupt nicht negativ. Betriebsblind wird jeder irgendwann. Man steckt jeden Tag mitten im Geschäft und sieht bestimmte Möglichkeiten deshalb vielleicht gar nicht mehr. Dann reicht manchmal schon ein Gespräch mit einem Kollegen oder ein Beispiel aus einem anderen Betrieb und man denkt: Mensch, warum machen wir das eigentlich nicht genauso?

Genau dafür sind solche Veranstaltungen gut. Man muss anschließend nicht seinen ganzen Betrieb auf den Kopf stellen. Wenn ich aber mit zwei oder drei guten Ideen nach Hause fahre, hat sich der Tag schon gelohnt.

HOGA Professional: Beim Zukunftsforum geht es viel um Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit. Für manchen Gastgeber klingt das zunächst nach ziemlich großen Themen.

Wosberg: Das sind große Begriffe, aber dahinter stecken oft ganz praktische Fragen. Wie kann ich Arbeitsabläufe vereinfachen? Wo kann Digitalisierung meinen Mitarbeitern Arbeit abnehmen? Wie erreiche ich meine Gäste besser? Wie kann mir KI im Alltag helfen? Wo kann ich Energie und damit bares Geld sparen?

Darum geht es doch. Digitalisierung und Nachhaltigkeit dürfen kein Selbstzweck sein. Am Ende muss es meinem Betrieb etwas bringen. Es muss Abläufe verbessern, Kosten sparen, Mitarbeiter entlasten oder dem Gast einen besseren Service bieten.

HOGA Professional: Und genau dabei sollen auch die Transformationscoaches helfen.

Wosberg: Das ist aus meiner Sicht ein Angebot, das viel mehr Betriebe nutzen sollten. Wir haben beim DEHOGA Leute, die sich jeden Tag mit diesen Themen beschäftigen und sich anschauen können, was für den einzelnen Betrieb überhaupt sinnvoll ist.

Denn nicht jedes neue Programm und nicht jedes digitale Werkzeug passt zu jedem Restaurant oder Hotel. Gerade bei der riesigen Zahl an Angeboten weiß man als Unternehmer irgendwann gar nicht mehr, was wirklich etwas taugt und was nur gut verkauft wird.

Unsere Coaches können Orientierung geben, Möglichkeiten aufzeigen und bei der Umsetzung begleiten. Und das Ganze ist für die Betriebe kostenfrei. Man wäre, ganz offen gesagt, schlecht beraten, wenn man so ein Angebot nicht wenigstens einmal ausprobiert.

HOGA Professional: Welche Rolle spielt für Sie der Austausch mit den Kollegen?

Wosberg: Eine ganz große. Wir reden immer vom Netzwerk des DEHOGA. Aber ein Netzwerk lebt davon, dass man sich auch trifft.

Gerade im Gastgewerbe haben viele Unternehmer dieselben Probleme. Trotzdem versucht jeder erst einmal, sie allein zu lösen. Dabei hat der Kollege 30 Kilometer weiter vielleicht genau das gleiche Problem schon vor einem halben Jahr gehabt und eine vernünftige Lösung gefunden. 

Deshalb ist für mich der persönliche Austausch fast genauso wichtig wie das eigentliche Programm. Man trifft Kollegen, spricht miteinander, bekommt eine andere Sichtweise und stellt manchmal fest: Mit meinem Problem bin ich überhaupt nicht allein.

HOGA Professional: Was wäre also Ihr persönlicher Appell für den 15. September?

Wosberg: Nehmt euch die Zeit und kommt nach Düsseldorf. Fünf Stunden außerhalb des eigenen Betriebs sind keine verlorene Arbeitszeit. Im Gegenteil.

Schaut euch an, was heute schon möglich ist. Sprecht mit unseren Coaches. Tauscht euch mit Kollegen aus. Stellt Fragen. Und nehmt anschließend das mit nach Hause, was zu eurem Betrieb passt.

Wir können die Veränderungen in unserer Branche nicht aufhalten. Aber wir können entscheiden, ob wir ihnen hinterherlaufen oder ob wir sie für unseren eigenen Betrieb nutzen. Und dafür ist das Zukunftsforum eine sehr gute Gelegenheit.

Zukunftsforum 2026: Perspektive Gastgewerbe

  • Termin: Dienstag, 15. September 2026 | 11.00–16.00 Uhr

  • Ort: Rheinblick 741, Pariser Straße 41, 40549 Düsseldorf

  • Preis: Teilnahme kostenfrei – Anmeldung erforderlich

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